Heimatfest Schwarzhofen 2025

Ortsheimatpfleger Alfred Wolfsteiner beim Heimatfest 2025 gefordert

Eigentlich findet das Heimatfest in Schwarzhofen jeweils im Abstand von 10 Jahren statt. Verbunden mit den runden Jubiläen der Freiwilligen Feuerwehr und des Sportvereins konnte dieses Traditionsfest wegen der Corona-Pandemie nun zwischen dem 14. und 17. August 2025 mit fünfjähriger Verspätung gefeiert werden.

Neben den abendlichen Bierzelt-Events mit Party-Bands auf der Region, einem Festgottesdienst und einem Festzug durch den Ort am Sonntag, wurde versucht das Heimatfest in Schwarzhofen auch durch kulturelle Veranstaltungen zu bereichern.

Ausstellung mit Luftbildern von 1957

Hierzu war in diesem Jahr Ortsheimatpfleger Alfred Wolfsteiner besonders gefordert. Die auf seine Anregung beschafften Luftbilder der im Jahre 1957 entstandenen Aufnahmen des Luftbildverlages Bertram aus Memmingen wurden erstmals zum Heimatfest einer größeren Öffentlichkeit gezeigt. Die Ausstellung mit den rund 25 großformatigen Ortsansichten im Kindergarten fand großen Anklang, da sich der Ort seit dieser Zeit massiv verändert hat und es bei längerer Betrachtung der Bilder immer wieder Neues zu entdecken gab. Manche Besucher kamen sogar mehrfach.

Lebendige Ortsgeschichte über acht Jahrhunderte

Auf Anregung des Festausschusses hatte Alfred Wolfsteiner zudem eine „Lebendige Ortsgeschichte“ geschrieben. Der Theaterverein setzte mit rund 40 Mitwirkenden die sechs Szenen um, die Julia Grund und Melanie Heinrich als Regisseurinnen inszenierten.

Über einen Zeitraum von rund 800 Jahren erstreckte sich der historische Bilderbogen: Von der Gründung des Dominikanerinnenklosters im Jahre 1237 über die Hussitenschlacht bei Hiltersried von 1433 bis herauf zum Einmarsch der Amerikaner April 1945 reichte der bespielte Zeitraum. Auch prominente Schwarzhofener Persönlichkeiten wie der Humanist Paul Zeidler (1548 – 1627) oder Johann Nepomuk von Ringseis (1785 – 1880) traten auf.

Großes Interesse bei 250 Zuschauern

Schließlich wurden die Fragen geklärt, wie Schwarzhofen die Auflösung des Klosters in der Säkularisation durch einen Viehmarkt zu kompensieren versuchte, warum hinter der Pfarrkirche eine zusätzliche Klosterkirche angebaut wurde oder wie der in Silber gefasste Rokoko-Altar aus der Wallfahrtskirche vom Bogenberg in Niederbayern im 19. Jahrhundert nach Schwarzhofen kam.

Die sechs historischen Szenen wurden im Umgriff von Rathaus, Pfarrkirche und dem ehemaligen Kloster der Dominikanerinnen in Szene gesetzt und vom Autor moderiert. Sogar das Innere der Pfarrkirche bildete dazu eine Kulisse. In einer langen Prozession begleiteten rund 250 Zuschauer den Rundgang durch die Geschichte Schwarzhofens. Ortsheimatpfleger Alfred Wolfsteiner und Bürgermeister Maximilian Beer bedankten sich abschließend bei den Zuschauern für ihre große Aufmerksamkeit und bei den Theaterfreunden für die große Spielfreude und die engagierte Umsetzung des historischen Bilderbogens. In lebendiger Form konnten dabei viele bisher unbekannte Details zur Ortsgeschichte vom Schwarzhofen vermittelt werden. 

AW

Fotos: Josef Merkl

MZ vom 18.08.2025

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